WIA MEINE G`SCHWISTA NO WINZLINGE WORN

von Adelheid Kamin (Kommentare: 1)

Diese Nikolausgeschichte hat Isolde Kerndl für euch geschrieben, und erinnert an die Zeit, wo der Nikolo noch ein Nikolaushäuserl gebracht hat. Dieser sehr schöne Brauch ist fast in Vergessenheit geraten.

Do is no jed's Jåhr da Nikolaus zu uns kemma. Da Pepi-Onkel håt den Auftritt würdevoll g'meistat.
Mit an långan weiss'n Bårt, a prächtige Bischofsmütz'n und a echtes Pfårragwånd (hålt a ålt's, es wår scho a wengl ågwetzt).

De Kloan håb'n rote G'sichta kriagt und de Zwoajahrige håt nåch da Mama g'schrian. Da Nikolaus hat jedes oanzöne Kind zu eahm g'ruaf'n. A grosses Buach håt a mitg'hobt, in dem de kloan Sünd'n vo jedem  drinn gstånd'n san. Vo mia de meist'n. Drauss'n ba da Tür håt da Krampus mit da Kett'n g'rasslt. Oba da Niklo håt laut g'sogt:" Krampus ziag o, de Kinda san eh brav."

Dann håt er des Nikolohäuserl einatråg'n und mia håm g'sunga! "Lasst uns froh und munter sein und uns recht vom Herzen freu'n, lustig, lustig, Tralala,la,la -heut' is Nikolausabend da."
Dann håt si' da Niklo veråbschied' und is würdig wieda gaunga.

Mir håm unsare Sackerl aufg'måcht und g'nåscht. Nåch 10 Minut'n is da Pepi Onkel keuchat bei da Tür eina kemma und håt g'sågt:"Jetzt bin i eh g'rennt, wår da Niglo vielleicht scho do?""Ja", håb'n de Kloan g'schrian, "Pepi-Onkel du håst eahm scho wieda vasamt- wia vorig's Jåhr."

Åba i håb g'sågt: "Heua is für di a - a Sackerl im Nikolaushäuserl - schau her, Pepi-Onkel steht drauf."

© Isolde Kerndl

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Pauline Hirsch |

Hallo, Isolde, das ist wieder einmal eine von deinen lieben kleinen Geschichten, die zu Herzen gehen. Alles Liebe und noch einen schönen Advent!